Green Brief #13 (29. Juni)

// Deutsche Übersetzung von kyrah - siehe Original.

Ich bin NiteOwl AKA Josh Shahryar - twitter.com/iran_translator auf Twitter - und ich war die letzten Stunden in Tweets aus dem Iran versunken. Ich habe versucht, extrem vorsichtig bei der Wahl meiner Twitter-Quellen zu sein. Was ich im folgenden zusammengestellt habe ist das, was ich durch meine verlässlichen Quellen bestätigen kann. Behalten Sie bitte im Hinterkopf, dass alles hier von Tweets stammt. Ich habe keine Nachrichten aus Medienkanälen verwendet. (Meine gesamte Arbeit steht unter der Creative Commons (CC) Lizenz. Sie können sie frei benutzen und wo immer Sie möchten weiter veröffentlichten. Geben Sie nur bitte unten einen Link zu zur Originalquelle an.)

Hier sind die wichtigen Ereignisse im Iran von Montag, 29. Juni, die ich positiv bestätigen kann:

  1. Es war eine Menschenkette für heute geplant. Der Plan war gewesen, die Kette zwischen Tajrish Square and der Eisenbahn zu bilden; allerdings war die Strecke stark von Basijis, Zivilbeamten und Sicherheitskräften bewacht. Trotzdem versammelten sich Menschen in Mellat Park, Valiasr Field, Vanak und Valiasr Avenue und versuchten, eine Menschenkette zu bilden. Die Polizei versuchte, die Menge aufzulösen und die Bildung der Kette zu verhindern. Es gab auch Berichte über Zusammenstöße, die aber nicht völlig bestätigt werden können. Berichte, dass die Polizei die Fensterscheiben von Leuten einschlug, weil sie gehupt hatten, und ihre Reifen mit Messern zerschnitten.

  2. Mobiltelefondienste waren run um Valiasr sowie in anderen Teilen Teherans abgeschnitten. Die Basiji hatten Daneshjo Park unter ihrer Kontrolle und Hubschrauber flogen überall, besonders über Valiasr. Heute war eine der wenigen Anlässe, bei denen die Regierung Festnetz-Telefonverbindungen abschnitt, um die Kommunikation zwischen Demonstranten zu stören und ihre Koordination zu behindern. Während der Veranstaltung wurden auch mehrere Personen verhaftet. In großen Teilen von Teheran wimmelte von Basiji mit Stöcken, einige davon auf Motorrädern und mit Tarnwesten bekleidet. Demonstranten und einige andere Leute trugen grüne Armbänder als Zeichen der Unterstützung für Moussavi.

  3. Larijani, der Sprecher des Parlaments, sagte heute, dass CNN den Demonstranten Geld und Mobiltelefone gegeben habe, um ein falsches Bild des Iran zu zeigen. Er fügte hinzu, dass die Unruhen kein wichtiges Ereignis und leicht zu überstehen sein und dass es sich nur um eine weitere Erfahrung für die Islamische Republik handle.

  4. Zwei ehemalige Innenminister haben das Innenminsterium ersucht, eine unabhängige Kommission zu bilden, um die Probleme im Zusammenhang mit der Wahl zu untersuchen. Sie haben ebenfalls darum ersucht, alle verhafteten Demonstranten freizulassen und die iranischen Medien aufgefordert, die Forderungen der Protestierenden gehört werden zu lassen. Sie verlangten weiters eine Untersuchung über die getöteten Demonstranten und andere Verbrechen, die währen der Proteste begangen wurden und fordern, dass die Menschen für ihre Verluste entschädigt werden.

  5. Bijan Khajehpour, ein bekannter iranischer Volkswirt, wurde am Samstag bei seiner Ankunt aus Großbritannien auf dem Flughafen in Teheran festgenommen. Meine Quellen sind sich nicht sicher über seinen Aufenthaltsort, aber es wird angenommen, dass er sich im Evin-Gefängnis befindet. Dr. Mehdi Khazali, der Sohn von Groß-Ayatollah Khazali, der im Gegensatz zu seinem Vater ein Kritiker der Regierung von Ahmadinejad ist, wurde ebenfalls verhaftet. Die iranischen Medien gaben weiter die Festnahme von einigen Männern bekannt, die sich als Basijis ausgegeben hatten. Die gestrige Festnahme von Homa Roosta ist mittlerweile als nicht wahr bestätigt worden.

  6. Menschenrechtsorganisationen geben an, dass noch mehr als 2.000 Menschen inhaftiert sind. Es sind Berichte aufgetaucht, denen zufolge in Teherans offiziellen Gefängnisen kein Platz für Frauen mehr ist. Menschenrechtsaktivisten berichten von unhygienischen und unangemessenen Zuständen für inhaftierte Demonstrantinnen in Irans überfüllten Gefängnissen. Mindestens 60 inhaftierte Frauen sind in Gemeinschaftsräumen untergebracht, haben nur eine Decke und müssen in den Gängen schlafen.

  7. Amnesty International hat heute Sorge über die verhafteten politischen Anführer zum Ausdruck gebracht und angegeben, dass ihnen in der Haft Folter drohe. Zugleich verkündete ein Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates heute, dass sie keine der politischen Gefangenen in nächster Zeit freilassen würden.

  8. Mitglieder des Nationalen Sicherheitsrates trafen sich heute mit Khatami. Es wurde die Einrichtung einer Sonderkommission des Rechtsausschusses verlangt, um sich der Fälle der in den Unruhen der letzten Wochen verhafteten Menschen anzunehmen. Berichten zufolge hat Ahmadinejad den Rechtsausschuss ersucht, den Mord an Neda Agha-Sultan zu untersuchen. In eine Brief fragt Ahmadinejad den Vorsitzenden des Rechtsausschusses nach Antworten in dem Todesfall und bezeichnet den Fall als "verdächtig".

  9. Das staatliche Fernsehen berichtet, dass Irans höchste legislative Körperschaft den Sieg von Ahmadinjead in den umstrittenen Präsidentschaftswahlen vom 12. Juni nach einer teilweisen Neuauszählung bestätigt hat. Der Vorsitzende des Wächterrats Jannati sagte, der Wächterrat halte die Vorwürfe und Unregelmäßigkeiten für irrelevant und bestätige deshalb die Ergebnisse. Aus Teheren wurden Zusammenstöße berichtet, als Menschen auf die Straße gingen, um gegen die Entscheidung des Wächterrat zu demonstrieren. (Dies kann nicht vollständig bestätigt werden.) Menschen begannen auch von ihren Dächern "Tod dem Diktator" zu rufen, nachdem der Wächterrat den Sieg von Ahmadinejad bestätigt hatte.

  10. Seit den offizellen Ergebnissen von Ahmadinejads Sieg haben nur 11 Länder Ahmadinejad zu seinem "Sieg" gratuliert. Diese Länder sind Tadschikistan, Armenien, Aserbaidschan, Pakistan, Afghanistan, die Türkei, die Volksrepublik China, Oman, Russland, Qatar und Venezuela.

  11. Das Büro der Islamischen Vereinigung der Universität von Sistan und Baluchestan wurde heute von unbekannten Tätern in Brand gesteckt. Das Büro ist ein bekanntes Zentrum der studentischen Reformbewegung.

  12. Mohseni, der iranische Informationsminister, gab heute bekannt, er habe Mousavi getroffen habe und ihm gesagt, der Pfad, den er gewählt habe, habe kein Ende. Er fügte hinzu, er habe Mousavi gesagt, sein Beharren auf einer Annullierung der Wahl würde zu nichts führen außer zu weiteren Problemen für ihn selbst und seine Anhänger.

  13. Fünf der neun Angestellten der britischen Botschaft, die früher in der Woche verhaftet worden waren, wurden heute freigelassen. Die verbliebenen vier werden derzeit an einem unbekannten Ort festgehalten, unter ihnen befinden sich hochrangige Mitarbeiter. Die Regierung gab bekannt, dass die verhafteten Botschaftsangehörigen Verbindungen zu den Unruhen im Iran hätten. Die EU drohte damit, ihre Botschafter aus dem Iran abzuziehen, wenn die Botschaftsangehörigen nicht freigelassen würden.

  14. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums sagte, sie würden keine Botschaften schließen wollen. Er fügte hinzu, dass die Festnahme lokaler Angesteller einiger Botschaften keinen Bruch internationaler Konventionen darstelle. Mit den verbliebenen vier Botschaftsmitarbeitern würden entsprechend dem Gesetz verfahren werden.

  15. Keyhan, eine Khamenei nahestehende Zeitung, sprach sich heute sehr negativ über Mousavi aus und bezeichnete ihn als Kriminellen. Einer von Mousavis Mitarbeitern wurde gezwungen, in einem im Fernsehen übertragenen Geständnis auszusagen, dass die Demonstrationen nach den Wahlen im Voraus geplant gewesen waren. Das Presse-Fernsehen verkündete heute, dass die iranischen Fußballspieler, die im Spiel gegen Südkorea grüne Bänder getragen hatten, dafür nicht bestraft würden. Die Berichte, die das behaupteten, seien falsch. Dies war, nachdem die FIFA über ihren angeblichen lebenlangen Ausschluss durch den iranische Fußballbund Nachforschungen angestellt hatte.

* Die Quelle, die von persiankiwis Verhaftung berichtet hatte, sagte heute, sie habe mit persiankiwi gesprochen und pk sei noch frei. Pk sagte der Quelle, dass er/sie im Moment nur keinen Zugang zu Twitter habe.

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B. Sie könnten diese Link weiterleiten und andere darüber informieren, was im Iran vorgeht. Die Mainstream-Medien haben völlig darin versagt, diese Nachricht zu vermitteln. Seien deshalb wir die Stimme der Iranier.

C. Die Regierung im Iran ist immer noch dabei, den Internetzugang zu filtern und einzuschränken, um ihr Volk zum Schweigen zu bringen. Wir wissen von anonymen Informationen, dass viele im Iran nach Proxy und Tor Informationen suchen, in Teheran und im ganzen Land. Bitte spenden Sie Bandbreite und helfen Sie damit, den Iran Curtain - den Iraner Vorhang - zu zerreisen. Hier sind Links, wie Sie helfen können und wie Sie dabei Hilfe bekommen können:

Englisch:

http://torir.org

http://torir.brokep.com

http://img1.anonbw.com

Tor and the Iranian Election - Bring down the Iran Curtain | Ian's Brain

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http://torir.org/index.html.fa

Tor: گمنامی آنلاين

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Für alle im Iran: Glauben Sie KEIN WORT von dem, was ich Ihnen sage. Tuen Sie, was Sie für am Besten halten, in Anbetracht der Gesamtsituation. Ich weiß nur WENIG von dem was Sie wissen, treffen Sie also Ihre Entscheidungen basierend auf Ihrer EIGENEN Einschätzung.

// Deutsche Übersetzung von kyrah - siehe Original.